Was kostet Sie eine nicht besetzte Stelle?

 

Was kostet Sie eine nicht besetzte Stelle?


Im Schnitt dauert es in Deutschland zwischen vier und sieben Monate, bis z. B. eine Ingenieurstelle besetzt ist. Bei Spezialisten kann der Zeitraum auch größer sein. Die Nachfrage im technischen Bereich und vor allem in der Produktion ist am höchsten. Dies macht das Ernst & Young Mittelstandsbarometer deutlich https://go.ey.com/2jsdaH3.
In unserem vorherigen Blogpost habe ich die „cost of vacancy“ (COV) schon einmal angesprochen, heute möchte ich die versprochene Berechnung dazu nachliefern.
Je länger ein Recruiting-Prozess dauert, desto höher werden die Recruiting-Kosten, einfach durch die Laufzeiten der Anzeigenschaltungen, die Streuung derselben, die Koordination von Beratern und Mitarbeitern, der Einsatz von Zeitarbeitspersonal, Überstunden der Belegschaft, etc. Demgegenüber stehen erst einmal die „eingesparten“ Kosten durch die nicht besetzte Stelle.

Kostet aber doch?

Wenn wir einmal unterstellen, dass jeder Mitarbeiter in einer bestimmten Art und Weise zum Umsatz beiträgt, dann lassen sich die Kosten einer nicht besetzten Stelle recht einfach ermitteln. Wir müssen jetzt nur noch beurteilen, mit welchem Faktor der Mitarbeiter zum Umsatz beiträgt, sei es durch die Generierung von Umsatz oder der Abarbeitung die zur Fakturierung führt. In der Regel wird hier ein Faktor von 1 bis 3 angenommen.
Nehmen wir nun z. B. einen Ingenieur mit einem Jahresgehalt von 80.000 €. Und lassen wir seine Leistung zum Unternehmensumsatz mit 1,5 beziffern. Die Rechnung sieht dann so aus:
Jahresgehalt : Ø Arbeitstage/Jahr * Faktor * Ø Recruitingzeit = COV
(80.000 € : 2471 )* Faktor² = 324 €/Tag * 1,5 = 486 €/Tag
1Arbeitstage in Bayern 2017 ² angenommener mittlerer Faktor von 1,5
Bei einer durchschnittlichen Dauer der Besetzung von 5 Monaten entspricht das der Summe von
486 € * 105 Tage = 51.030 € Kosten für die Nichtbesetzung einer Stelle! Knapp 64 % des Jahresgehaltes!

Noch mehr?

Und als wäre das noch nicht alles, dazu kommen auch noch mögliche Krankheitskosten durch Überbelastung der Belegschaft, Abwanderung von Mitarbeitern und der Verlust des guten Rufes, wenn eine Stellenanzeige zu lange in den Medien erscheint.

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